Medienmitteilung | Die erste Burnout-Station der Schweiz feiert 20-jähriges Bestehen

Im April 2004 eröffnete die Privatklinik Meiringen die schweizweit erste Burnout-Station. Ist der Begriff heute in aller Munde, war er damals in der Schweiz unbekannt, eine spezifische Station ein finanzielles Risiko. Zwei Jahrzehnte nach der Eröffnung zeigt sich: es hat sich gelohnt.

Die Idee von Dr. med. M.P.H. Barbara Hochstrasser entstand 2003, als der Begriff weder mediale noch gross medizinische Aufmerksamkeit erlebte. «Der Begriff kam in den 70er Jahren in den USA auf, war zu der Zeit ein arbeitspsychologisches Konzept, und fand keinen Eingang in das medizinische Wissen. Es fand im arbeitspsychologischen Bereich eine gewisse Resonanz, welche aber zunehmend abnahm», so die Chefärztin der Privatklinik Meiringen. Hochstrasser beobachtete in ihrer Arbeit die schwerwiegenden Folgen des Syndroms und handelte: die Idee für eine Burnout-Station war geboren. Ihr Konzept war aufgrund der fehlenden Bekanntheit und Anerkennung ein unternehmerisches Risiko. Die Belegungszahlen bewiesen jedoch nach kürzester Zeit, dass das Team der Privatklinik Meiringen Pionierarbeit leistet.

 

Allgegenwärtig und klinisch anerkannt

Ein Blick in die heutige Medien- und Arbeitswelt zeigt, dass das Thema Burnout/Stressfolgeerkrankung
einen ganz anderen Stellenwert einnimmt als vor 20 Jahren. Der Begriff Burnout ist nicht einfach ein populäres Konzept, sondern ist heute in der Medizin als krankheitsrelevantes Syndrom akzeptiert, das zu einer Erschöpfungsdepression führen kann: «In den letzten Jahren hat der Begriff Burnout Eingang gefunden in die medizinische Nomenklatur der ICD-11 als ein Syndrom, das durch chronischen Stress am Arbeitsplatz entsteht, wird zum Beispiel bei Kranktagegeldversicherungen besser verstanden bei der Beurteilung von Krankheitsfällen, und das Verständnis für Betroffen in der Bevölkerung und der medizinischen Fachwelt hat zugenommen» so Barbara Hochstrasser. 2023 veröffentlichte sie das Buch «Burnout und Erschöpfungsdepression», präsentiert darin aktuelle Forschungsergebnisse und Therapieempfehlungen.

 

Krankheitsbild Burnout

In ihrem Buch beschreibt Hochstrasser das Burnout wie folgt: «Burnout bezeichnet einen Risikozustand, der bei Chronifizierung einer andauernden Stressbelastung zu psychischen und somatischen Folgeerkrankungen führen kann. Gekennzeichnet ist das Burnout-Syndrom durch eine ausgeprägte Erschöpfung bei gleichzeitig beeinträchtigter Erholungsfähigkeit, begleitet von Stresssymptomen. Reduzierte Belastbarkeit, vegetative Symptome und kognitive Störungen können damit einhergehen.»

 

Die Folgen eines Burnouts belasten nicht nur die betroffene Person, sondern auch deren Umfeld. Familie, Partnerschaft, Arbeitsleben können nachhaltig geschädigt werden. Während sich die depressiven Symptome mit der Behandlung oft schneller abklingen, kann eine Remission der Erschöpfungskomponenten und der kognitiven Symptome zwischen drei bis sieben Jahre dauern.

 

Interdisziplinäres Angebot der in der Privatklinik Meiringen

Der Schwerpunkt des Zentrums für Stressfolgeerkrankungen/Burnout ist die Behandlung von Stressfolgeerkrankungen, Burnout und Erschöpfungsdepression. Die Behandlung erfolgt nach Grundlagen des bio-psycho-sozialen Modells, das den Menschen als leib-seelische Gesamtheit betrachtet: Biologisch, psychologisch sowie sozial. Für Unternehmen, die präventive Massnahmen treffen wollen, bietet die Klinik Fachvorträge und Workshops zu den Themen Mentale Gesundheit und Burnout an.

 

Kontakt

Privatklinik Meiringen · Willigen · 3860 Meiringen

www.privatklinik-meiringen.ch · {M170798BE256C4A3C978193B491E1E102O}{67DFAB3AEAF9467181086E057858C9B2}